Beim Bau der CITYBAHN Essen entstehen insgesamt sechs neue sogenannte Gleichrichter-Unterwerke (GUW), darunter das aktuell im Bau befindliche GUW Hollestraße nahe des neuen Gleiskreuzes. „Wir bauen weitere Unterwerke, um eine bessere Stromversorgung der Straßenbahnen zu gewährleisten“, erklärt Projektleiter Matthias Gerhard von der Ruhrbahn. Bisher werden die Straßenbahnen in Essen, Mülheim und Oberhausen von 47 GUW mit Strom versorgt. Moderne Straßenbahnen haben einen Drehstrommotor. Mittels eines Wechselrichters an Bord wird der Motor mit Strom gespeist. Diese Kombination ist Leistungsstärker und weniger Wartungsintensiv.
Das GUW Hollestraße ist ein weiß getünchtes Gebäude mit rund 60 Quadratmetern Innenbereich, der sich in vier Räume aufteilt. Von außen versorgt eine 10 kV-Leitung das Unterwerk, das sind 10.000 Volt. Im GUW wird diese Spannung in 750 Volt Gleichspannung umgewandelt. Kernbaustein ist ein Transformator in Kombination mit einem Gleichrichter, der wie bei einer Carrerabahn die Wechselspannung aus dem Netz in eine Gleichspannung für die Fahrzeuge umwandelt. Von den Speisemasten vor dem Unterwerk wird der Gleichstrom in den Fahrdraht geleitet, welcher die CITYBAHN elektrisch versorgt. Die Straßenbahn gilt bis heute als eines der klimafreundlichsten Verkehrsmittel.
