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Auf die Schiene setzen

Neben den Fahrzeugen selbst und den Haltestellen prägen die Schienen das Straßen- und ebenso das Stadtbild. Für Straßenbahnen gibt es verschiedene Arten von Schienen.

In der Hachestraße auf Höhe der alten Post stapeln sich derzeit Schienen. Was vielleicht wie ein wilder Haufen aussieht, hat System. Jede Schiene hat eine Nummer, die den Bauleuten anzeigt, welchen Platz die Schiene künftig in der Hachestraße einnimmt. In der sich anschließenden Hollestraße sind die Schienen bereits bis zum Essener Hauptbahnhof verlegt. Auch hier sind verschiedene Schienentypen zum Einsatz gekommen. 

Insgesamt werden für die CITYBAHN 5,5 Kilometer Gleis verlegt. Eine Standardstraßenbahnschiene hat eine Länge von 15 Metern. Welches Schienenprofil zum Einsatz kommt, hangt von der Art des Bahnkörpers ab. Im Straßenbereich im Mischverkehr kommen in der Regel Rillenschienen zum Einsatz, die bündig mit der Straße verlegt werden. Die Rille hält die Straßenbahn hier in der Spur und schafft den Platz für den Spurkranz. Diese oberflächenbündigen Schienen können auch gut von Autos, Fahrrädern und Fußgängern überquert werden. Auf unabhängigen Bahnkörpern, beispielsweise in Tunneln, aber auch bei den Rasengleisen in der Hollestraße, werden Vignolschienen verwendet, die keine Rille haben. Die Lauffläche der Räder läuft sowohl bei der Rillen- als auch bei der Vignolschiene auf dem sogenannten Schienenkopf.

Schnelle Oxidation

Der an den unverlegten Schienen erkennbare Gummimantel dient der Streustromisolierung und hat zusätzlich eine dämpfende Funktion. Die Straßenbahnschienen bestehen aus unlegiertem Stahl, der an der Luft schnell oxidiert. Der Rost auf der Lauffläche, dem Schienenkopf, wird durch die Nutzung teilweise entfernt. Für die Sauberkeit von Lauffläche und Rille sorgen darüber hinaus spezielle Reinigungsfahrzeuge, die regelmäßig auf den Strecken verkehren. Insbesondere Weichen müssen stetig sauber gehalten werden, um ihre Funktion zu erhalten.

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